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Haus verkaufen: Welche Fotos ins Inserat gehören

2 Minuten Lesezeit

Ein Hausinserat braucht ein Titelbild, an dem man das Haus erkennt, danach jeden Raum aus dem Grundriss in der Reihenfolge des Rundgangs und zum Schluss Garten, Grundstück, Keller und Technik. Das sind meist 20 bis 25 Innen- und 5 bis 8 Außenaufnahmen. Vorbereitet werden muss vor allem draußen: Autos und Mülltonnen lassen sich wegretuschieren, ein ungemähter Rasen kaum.

Stadtvilla mit Eckturm und Fachwerkgiebel aus der Luft, davor Terrasse und Baumallee

Die Bildliste in der Reihenfolge des Rundgangs

Die Bilder sollen sich lesen wie ein Gang durchs Haus. Wer sie in dieser Reihenfolge einstellt, muss keinen Grundriss erklären:

  • Titelbild: das Haus von außen, schräg von vorn oder aus der Luft
  • Eingang und Flur
  • Wohnzimmer, danach Küche und Essbereich
  • Schlafzimmer, Kinder- und Arbeitszimmer
  • Bad und Gäste-WC
  • Dachgeschoss oder ausgebauter Spitzboden
  • Terrasse und Balkon
  • Garten und Grundstück, dazu die Ansicht von hinten
  • Garage, Carport oder Stellplatz
  • Keller, Heizung und Hausanschlüsse

Was bei einem Haus anders ist als bei einer Wohnung

Bei einer Wohnung zählen die Räume. Bei einem Haus kaufen die Leute das Grundstück mit, und für Dach, Heizung und Fenster sind sie danach allein zuständig. Deshalb tragen Außen- und Zustandsaufnahmen hier mehr Gewicht.

Heizungsraum und Keller müssen nicht schön aussehen, sie müssen zu sehen sein. Ein Käufer, der die Heizung schon auf dem Foto erkennt, fragt bei der Besichtigung nach dem Baujahr und nicht erst, ob es überhaupt einen Keller gibt.

Haus und Garten vorbereiten

Innen gilt dasselbe wie in jeder Wohnung: freie Flächen, keine Handtücher, keine Zettel am Kühlschrank. Draußen kommt beim Haus einiges dazu:

  • Rasen mähen und Hecken schneiden, ein paar Tage vor dem Termin
  • Gartenmöbel aufstellen, Abdeckungen und Planen abnehmen
  • Schläuche, Spielzeug, Werkzeug und Gießkannen wegräumen
  • Das eigene Auto aus Einfahrt und Carport fahren
  • Alle Rollläden hoch und im ganzen Haus das Licht an

Jahreszeit und Uhrzeit

Ein Garten sieht von Mai bis September am besten aus. Wer schon weiß, dass das Haus im Winter auf den Markt kommt, kann die Außenaufnahmen im Sommer machen lassen und die Innenräume später. Die Luftaufnahme zeigt das Grundstück auch mit kahlen Bäumen, das ist im Winter oft das stärkere Außenbild.

Bei der Uhrzeit kommt es auf die Ausrichtung an. Die Fassade wird fotografiert, wenn die Sonne darauf steht, und nicht, wenn sie im Gegenlicht liegt. Bei einem Haus, das am Abend gut aussieht, lohnt sich eine Dämmerungsaufnahme mit Licht in den Fenstern.

Reichen Fotos vom Handy?

Für ein schnelles Inserat unter Bekannten vielleicht. Auf den Portalen konkurriert das Haus aber mit Objekten, die professionell fotografiert sind, und die Unterschiede sieht man schon im kleinen Vorschaubild: kippende Wände, ausgebrannte Fenster, Räume, die enger wirken, als sie sind. Bei einem Haus kommt dazu, dass es vom Boden aus keine Aufnahme gibt, die Haus und Grundstück zusammen zeigt.

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