Wann lohnen sich Luftaufnahmen für eine Immobilie?
Luftaufnahmen lohnen sich, wenn Lage oder Grundstück ein Verkaufsargument sind: bei Häusern mit Garten, bei Bauland und bei Mehrfamilienhäusern oder Anlagen, deren Ausmaß man vom Gehweg aus nicht sieht. Bei einer einzelnen Etagenwohnung bringen sie meist wenig, außer die Umgebung selbst ist das Argument, etwa ein Park direkt vor dem Haus.

Wo die Drohne etwas zeigt, das sonst fehlt
Vom Gehweg aus sieht man eine Fassade. Was dahinter liegt, wie groß das Grundstück ist und was nebenan steht, bleibt offen, und genau das fragen Interessenten als Erstes. Eine Aufnahme aus der Luft beantwortet es mit einem Bild. Am meisten bringt sie bei diesen Objekten:
- Häuser mit Garten: Größe und Zuschnitt des Grundstücks, die Ausrichtung, die Nachbarbebauung
- Mehrfamilienhäuser und Häuserzeilen: wie die Häuser zueinander liegen, Innenhof und Stellplätze
- Wohnanlagen: Zuwegung, Grünflächen und Parkplätze auf einen Blick
- Bauland: Grenzen, Zufahrt und was ringsum steht
- Objekte in besonderer Lage, etwa am Waldrand oder am Wasser
Wann man sie sich sparen kann
Bei einer Wohnung im dritten Stock eines großen Wohnblocks zeigt die Drohne vor allem ein Dach. Über die Wohnung selbst sagt das nichts, und das Geld ist in guten Innenaufnahmen besser aufgehoben.
Das Gleiche gilt, wenn am Objekt nicht geflogen werden darf, etwa in der Nähe eines Flughafens. Das lässt sich aber vorher klären, nicht erst am Termin.
Die Luftaufnahme als Titelbild
In der Trefferliste eines Portals sieht man fast nur Fassaden, fotografiert vom Gehweg aus. Eine Aufnahme schräg von oben, auf der Haus und Grundstück zusammen zu sehen sind, fällt dazwischen auf. Bei Häusern ist sie deshalb oft das beste Titelbild.
Dafür darf die Drohne nicht zu hoch stehen. Von weit oben wird das Haus klein, und das Bild sieht aus wie ein Lageplan. Aufnahmen senkrecht von oben sind trotzdem nützlich, nur eben weiter hinten im Exposé, wo es um Grundstück und Grenzen geht.
Was vor dem Flug geklärt sein muss
Eine Drohne darf nicht überall fliegen. In der Nähe von Flughäfen, über Krankenhäusern und Industrieanlagen und in Naturschutzgebieten gelten Verbote oder Auflagen, über dicht bebauten Wohngebieten kommt es auf die Klasse der Drohne an. In Erfurt betrifft das vor allem die Altstadt und den Bereich um den Flughafen.
Wer gewerblich fliegt, braucht in Deutschland außerdem einen Kompetenznachweis und eine Haftpflichtversicherung für den Drohnenbetrieb. Beides sollte ein Anbieter auf Nachfrage zeigen können. Wir fliegen mit dem EU-Kompetenznachweis A1/A3 und prüfen jede Adresse vor dem Termin.
Fotos, Rundflug oder beides
Für das Exposé braucht es Standbilder, meist 5 bis 8 aus verschiedenen Höhen und Richtungen. Der Rundflug ist ein Videoclip von 30 bis 60 Sekunden einmal um das Gebäude, gedacht für Website, Portale mit Video und Social Media. Beides entsteht im selben Flug, der vor Ort selten länger als eine halbe Stunde dauert.